Pressemitteilung: „Kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im SGB-II Bezug fördern“

"Nachdem es mir bereits 2011 als stellvertretender Vorsitzender des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments ein Anliegen war Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwächer aufgestellten Familien einen kostengünstigen Zugang zu kulturellen Stätten zu ermöglichen, stellt die Existenz des Frankfurter Kultur- und Freizeittickets (KUFTI) eine Chance dar dieses Anliegen nun zu verwirklichen“, erklärt der JO-Stadtverordnete Dominik Imeraj.

„2011 brachte ich für das Kinder- und Jugendparlament über den Jugendhilfeausschuss einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein, der mit folgenden Wortlaut einstimmig verabschiedet wurde: „Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, ob eine Kulturcard Offenbach für sozial benachteiligte Kinder in Offenbach eingeführt werden kann.“ Über den Status der Prüfung ist dieser Antrag aber offenkundig nicht hinausgekommen, natürlich gab es später Stadtverordnetenbeschlüsse mit ähnlichem Charakter wie den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspormuseum (2017), doch das ist aus Sicht unserer Wählervereinigung Junges Offenbach e.V. nicht ausreichend“, führt Imeraj weiter aus.

„Ende 2019 beschloss die Stadt Frankfurt die Einführung des Kultur- und Freizeittickets (KUFTI) für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. KUFTI-Inhaber*Innen haben freien Eintritt in den Frankfurter Zoo und eine Reihe von Frankfurts nicht-städtischen Museen (die Frankfurter Museen in städtischer Hand waren vorher bereits eintrittsfrei für Kinder und Jugendliche).

Offenbacher Kinder- und Jugendliche können das KUFTI zu einem jährlichen Preis von 29 Euro erwerben. Mit Blick auf den Offenbacher Sozialbericht mit Stand Dezember 2019 fordern wir den Magistrat auf im Rahmen der Haushaltsplanungen, gerade den 3.777 Kindern und Jugendlichen zwischen 6-17 Jahren, die in Bedarfsgemeinschaften im SGB-II-Bezug aufwachsen über eine Kostenrückerstattung, den Kauf eines KUFTIs und somit mehr kulturelle Teilhabe zu ermöglichen“, konkretisiert der stellvertretende JO-Vorsitzende Christopher Paul.