Am 14. März wählst Du Offenbachs neues Stadtparlament für die nächsten 5 Jahre.

Bereits jetzt kannst Du online deine Briefwahlunterlagen beantragen, sodass Du ein paar Tage später bequem und ohne Risiko, von zu Hause aus wählen kannst. 

Um Deine Briefwahlunterlagen online zu beantragen, klicke auf den folgenden Link und wähle den Punkt "zum online Briefwahlantrag" aus: 

https://www.offenbach.de//rathaus/politik/wahlen-und-abstimmungen/briefwahl-allg.php

Hier kannst Du unser Kommunalwahlprogramm als PDF herunterladen:

Klicke auf ein Thema, um direkt zum entsprechenden Textabschnitt zu gelangen.

Vorwort:

Baustelle oder Stadt? Diese Frage ist an mancher Stelle in Offenbach schwer zu beantworten. Für wen wird da eigentlich gebaut? Und wer kann sich das Wohnen in Offenbach trotz drastisch erhöhter Grundsteuer eigentlich noch leisten?

Im Gegensatz zur derzeit gefahrenen Schiene, ein zahlungskräftiges Klientel in Offenbach anzusiedeln, ist unsere Strategie eine andere. Unter dem Titel „mit Offenbach wachsen“ stehen wir mit unserem Wahlprogramm für den nachhaltigen Weg ein. Im Fokus stehst DU als Kind dieser Stadt in all Deinen Lebensphasen bis ins hohe Alter. Damit Du Offenbach in allen Lebensphasen Dein Zuhause nennst, braucht es eine lebenswerte Stadt, die Lust darauf macht, hier wohnen zu bleiben. Es braucht ein Offenbach, das Dich vom Kindesalter an fördert, Dir eine Jugend mit einem tollen Freizeitangebot bietet, Dich als ausgebildete/studierte Fachkraft beheimatet, Dir und Deiner Familie ein bezahlbares Zuhause bietet und im Rentenalter schöne Plätze in Sachen Aufenthaltsqualität und Bildungsmöglichkeiten im Rahmen des „lebenslangen Lernens“ bereithält. Wir konzentrieren uns somit auf folgende 5 Phasen: Kindheit, Jugend, (junge) Erwachsene, Familie und Senior*innen. Themen, die im Bezug zu mehreren Lebensphasen stehen, werden im Folgenden jeweils nur einmal von uns aufgeführt.  

 

Junges Offenbach e.V.? Du hast noch nicht von uns gehört? Dann freuen wir uns, dass Dich unser Wahlprogramm erreicht und geben Dir hier eine Kurzvorstellung zu unserer Wählervereinigung:

Wir haben uns im Dezember 2014 gegründet, um jungen Menschen ein parteibuchunabhängiges Sprachrohr im Stadtparlament zu sein.

Im Rahmen der Kommunalwahl 2016 haben wir 22.949 Stimmen erhalten und sind mit 1 Sitz in das Offenbacher Stadtparlament eingezogen.

Mit Blick auf die Altersstruktur der momentanen 71 Mandatsträger*innen stellen wir fest, dass Offenbacher Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Stadtverordnetenversammlung nicht adäquat repräsentiert werden. Wir treten gerade dafür ein, in Zukunft verstärkt die Perspektive der nachfolgenden Generationen in politische Entscheidungsprozesse in Offenbach einzubringen. Was brauchen wir dafür? Deine Unterstützung in Form des Listenkreuzes für uns als Liste 10, um als Team ins Stadtparlament einzuziehen. 

Unsere Spitzenkandidat*innen

01

Kindheit

aufwachsen

kultur

sprache

bildung

freundschaften

 

Um mit Offenbach zu wachsen, wie es bereits der Titel unseres Wahlprogrammes beschreibt, bedarf es einer geeigneten Grundlage. Diese Grundlage bilden für uns im Bereich der Kindheit: Sprache, Bildung, kulturelle und soziale Teilhabe, die es für jedes Offenbacher Kind von Geburt an sicherzustellen gilt.

 

Kinderarmut:

In der kommenden Legislaturperiode wollen wir unser Augenmerk darauflegen, was es für Kinder und Jugendliche heißt in einer Notunterkunft in Offenbach aufzuwachsen. Schimmlige Räume, Bisse von Bettwanzen, aufwachsen auf engstem Raum mit der Familie und keine Möglichkeit Freunde nach Hause einzuladen. Sind diese Umstände, unter denen die Kinder und Jugendlichen aufwachsen hinnehmbar? Für uns ein klares NEIN! Weitere zentrale Fragen, denen wir uns annehmen werden: Wie geht man mit dem Fehlen von Gemeinschaftsräumen zum gemeinsamen Spielen um? Wie kann man den Kindern in Sachen Chancengleichheit einen angemessenen Arbeitsplatz für die Erledigung ihrer Hausaufgaben zur Verfügung stellen? Inwieweit erreichen die Offenbacher Jugendzentren die Kinder und Jugendlichen aus den Notunterkünften? Muss von Seiten des Jugendamtes ein separates Angebot für Kinder und Jugendliche in Notunterkünften angeboten werden?

 

Kultur:

Errichtung einer Beratungsstelle „Kinder- und Jugendförderung“:

Kultur ist KEIN exklusives Gut, das für einen elitären Kreis bestimmt ist. Kultur muss im Leben inklusive sein und der Zugang sollte keinem Menschen aufgrund mangelnder finanzieller Mittel verwehrt bleiben. Auf Grundlage dieser Position setzen wir uns für die Errichtung einer Beratungsstelle „Kinder- und Jugendförderung“ ein. Diese Beratungsstelle soll unabhängig von Mainarbeit und Jugendamt agieren und Eltern eine neutrale Anlaufstelle sein, wenn es darum geht die Bürokratie rund um die Leistungen des Bildungs- und Teilhabegesetzes des Bundes und weiterer Fördermöglichkeiten für ihre Kinder in Anspruch zu nehmen. Warum eine neutrale Anlaufstelle schaffen? Uns geht es vor allem darum, dass Eltern in angemessener Zeit über alle potenziellen Fördermöglichkeiten für ihr Kind informiert werden und Unterstützung erfahren, den damit verbundenen Umfang an Bürokratie zu bewältigen. Zudem sehen wir in einer neutralen Anlaufstelle das Potenzial, dass Eltern eher bereit sind diese aufzusuchen, da sie keine Ängste und Sorgen zwecks möglicher Sanktionen von Amtsseiten hegen.

 

Frankfurter Kultur- und Freizeitticket für Offenbacher Kinder und Jugendliche aus SGB-II-Bedarfsgemeinschaften fördern:

Wir werden uns dafür stark machen, dass Kindern und Jugendlichen zwischen 6-17 Jahren, die in SGB-II Bedarfsgemeinschaften aufwachsen, die Kosten (29 Euro) für den Erwerb des Frankfurter Kultur- und Freizeittickets (KUFTI) erstattet werden.

 

Ende 2019 beschloss die Stadt Frankfurt die Einführung des Kultur- und Freizeittickets für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. KUFTI-Inhaber*innen haben freien Eintritt in den Frankfurter Zoo und eine Reihe von Frankfurts nicht-städtischen Museen (die Frankfurter Museen in städtischer Hand waren vorher bereits eintrittsfrei für Kinder und Jugendliche).

Das KUFTI kann von allen Frankfurter Kindern und Jugendlichen beantragt werden, die in Haushalten aufwachsen, deren monatliches Nettoeinkommen unter 4.500 Euro liegt. Kinder und Jugendliche, deren Haushalte ein höheres monatliches Nettoeinkommen aufweisen, sowie Kinder und Jugendliche, die nicht in Frankfurt wohnhaft sind, können das KUFTI zu einem jährlichen Preis von 29 Euro erwerben.

Auf Initiative des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments verabschiedete die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung 2011 den folgenden Antragstext einstimmig: „Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, ob eine Kulturcard Offenbach für sozial benachteiligte Kinder in Offenbach eingeführt werden kann“ (2011-16/DS-I(A)0234). Zu einer Verwirklichung einer Offenbacher Kulturcard kam es in den vergangenen 10 Jahren offenkundig nicht.

Um den Kern des damaligen Antragwillens, die Förderung von kultureller und sozialer Teilhabe von Offenbacher Kinder und Jugendlichen, die in finanziell schwächer aufgestellten Familien aufwachsen, über bereits getätigte Maßnahmen der Stadt Offenbach hinaus gerecht zu werden, verfolgen wir dieses Ziel über die Erstattung des Erwerbspreises des Frankfurter Kultur- und Freizeittickets.

Die Zielgruppe umfasst nach unserer Definition 3.777 Offenbacher Kinder und Jugendliche im Alter von 6-17 Jahren, die in Bedarfsgemeinschaften im SGB-II Bezug aufwachsen (Sozialbericht Stadt Offenbach, Stand Dezember 2019). Der Fokus liegt auf dieser Altersgruppe, da für 0-5-Jährige bei einer Mehrheit der Museen und dem Frankfurter Zoo ohnehin kein Eintritt anfällt.

Sprache:

Neben dem Zugang zu kulturellen Stätten, müssen alle Kinder auch sprachlich gefördert werden. Hierbei steht in einer multikulturellen Stadt wie Offenbach besonders das Erlernen der deutschen Sprache im Fokus. Um diese Förderung so früh wie möglich zu gewährleisten, setzen wir uns dafür ein, dass Erzieher*innen des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (EKO) auch in Zukunft verstärkt Fortbildungen in puncto „sprachlicher Bildung von Kleinkindern“ erhalten, sodass all ihre Schützlinge bereits von Beginn ihrer Kindergartenlaufbahn an bereit sind, auf Basis der gemeinsamen Sprache Freundschaften zu schließen.

Im selben Atemzug sollten auch die Eltern verstärkt angeregt werden ihre sprachlichen Fertigkeiten weiterzuentwickeln, um damit die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder auch Zuhause bestmöglich fortsetzen zu können. Hierfür sollten den Eltern sprachliche Weiterbildungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Sprachkurse an der VHS aufgezeigt bzw. empfohlen werden.

Letztendlich dienen die Maßnahmen dazu, potenzielle sprachliche Hürden für ihre Kinder frühzeitig abzubauen.

Bildung:

Verstärkt durch die Krisensituation während der Corona Pandemie wurde uns erneut aufgezeigt, wie groß die Mängel an deutschen Schulen sind. Besonders im Bereich der technischen Ausstattung. Neben der Schülerschaft werden hierbei auch die Lehrer*innen durch die neuen technischen Möglichkeiten vor Herausforderungen gestellt.

Im Hinblick auf Offenbach bilden die laufenden bzw. noch anstehenden Schulbausanierungen und die digitale Ausstattung die Basis, die es zu schaffen gilt. Damit die Schülerschaft optimal durch die neuen technischen Mittel profitieren kann, müssen Lehrerinnen und Lehrer allerdings auch bei der Umsetzung und Anwendung unterstützt werden.

Hierfür muss das Land Hessen Maßnahmen realisieren, um geeignete und von den Schulen umsetzbare Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

 

In der derzeitigen Pandemiezeit sehen wir die Stadt vor allem in der Pflicht, Kindern und Jugendlichen, die daheim keinen vernünftigen Arbeitsplatz haben (nicht ausreichend Schreibtische, fehlende Endgeräte im Haushalt oder keine Ruhe in den familiären vier Wänden), Lernräume mit adäquater technischer Ausstattung unter den geltenden Hygienevorschriften zur Verfügung zu stellen.

02

Jugend

heranwachsen

hinauswachsen

ausbildung

studium

mitbestimmen

freizeit

 

„Offenbach mangelt es an Freizeitangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene.“ Eine Position, die wir über 5 Jahre im Stadtparlament vertreten haben und für deren Lösung wir uns auch in Zukunft stark machen werden. Während wir von der scheidenden Koalition auf unsere Anträge stets zu hören bekamen „es gibt doch Jugendzentren und Vereine“, reicht uns das nicht aus. Wir treten für einen Ausbau des Freizeitangebotes, insbesondere für die Altersgruppe der 14-18-jährigen ein. Uns geht es darum, eine gemeinschaftliche Jugendkultur zu schaffen, die niemanden zurücklässt, sodass es in unserer Heimatstadt der Existenz eines Haus des Jugendrechts zukünftig nicht mehr bedarf.

 

Neben dem Freizeitaspekt ist es der Faktor „Berufsinformation“, der für uns im Bereich der Jugend von großer Relevanz ist. Im Rahmen der Bildung muss es darum gehen, Chancengleichheit zu schaffen, Wissen und Sozialkompetenzen zu vermitteln, aber auch gerade die individuellen Stärken der Jugendlichen zu fördern. Ist das Profil der Jugendlichen erstmal in einen bestimmten Interessenbereich ausgerichtet, braucht es in Bezug auf Berufsinformation neue Plattformen und eine engere Vernetzung der Akteure (Stadt/IHK/Arbeitsamt/Ausbildungsbetriebe), sodass den Jugendlichen ein detaillierter Weg zu ihrem Wunschberuf aufgezeigt wird.

 

Junge Menschen wollen zudem immer von Entscheidungsträger*innen gehört und vor allem ernst genommen zu werden. Deshalb ist es uns ein Anliegen, Partizipationsprojekte wie das Offenbacher Kinder- und Jugendparlament und den Stadtschüler*innenrat zu stärken und ihnen mehr Gehör zu verschaffen, denn gerade diese Institutionen geben Offenbachs Jugendlichen bereits frühzeitig die Möglichkeit zu partizipieren. Menschen, die bereits in jungen Jahren die Chance erhalten, sich für die Anliegen ihrer Generation einzusetzen, werden auch im Erwachsenenalter engagiert bleiben, sodass Offenbach auch in Zukunft auf engagierte Nachwuchskräfte im Bereich des gesellschaftlichen Engagements zählen kann.

 

Bildung:

Berufsinformation für Jugendliche ausbauen:

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Offenbacher Schulabbrecherquote gesenkt werden muss. Zusätzlich zu bereits bestehenden Präventionsmaßnahmen, wie z.B. dem Konzept „Jugendhilfe an Schule“ der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit des Offenbacher Jugendamtes, möchten wir eine neue Plattform in Sachen Berufsinformation etablieren: eine jährlich stattfindende Berufsinformationsbörse im Rathaus.

In den verschiedenen Rathaussälen soll auf Basis einer multimedialen Präsentation die Möglichkeit bestehen, den Jugendlichen ein bestimmtes Berufsbild ihres Interesses detailliert vorzustellen. Anstatt wie auf einer Berufsmesse zwischen „Tür und Angel“ Gespräche an einem Messestand zu führen, soll im Rahmen der Berufsinformationsbörse also der Fokus auf einer umfangreichen Präsentation liegen, die ausreichend Zeit für Rückfragen bietet. Praxisbeispiele als Anschauungseffekte etwa im Rathausfoyer sind darüber hinaus wünschenswert.

 

Es darf nicht sein, dass beispielsweise ein Gymnasiast in seiner gesamten Schullaufbahn nur einen verpflichtenden Berufsinformationstag in der IHK erlebt und ihm des Weiteren (auf freiwilliger Basis) lediglich ein Beratungsgespräch mit einem Berater des kommunalen Jobcenters in der Schule angeboten wird.

Das ist zu wenig!

Schülern muss von Anfang an klar gemacht werden, welche Möglichkeiten ihnen durch einen Schulabschluss offenstehen. Eine Berufsinformationsbörse, als Kooperation der Stadt, der IHK, sowie von regionalen Ausbildungsbetrieben, soll Jugendlichen die Chancen, die ihnen ein spezifischer Schulabschluss bietet, praktisch vor Augen führen.

So werden die Schüler angespornt, auf ein bestimmtes Berufsbild hinzuarbeiten. Im gleichen Atemzug wird den Schülern ein weites Spektrum an Berufen präsentiert und die Engstirnigkeit genommen, nur nach den allseits bekannten Jobs (Arzt, Anwalt etc.) zu streben.

 

Kultur:

Kulturelle Veranstaltungen für die Offenbacher Jugend:

In Offenbach mangelt es an Freizeitangeboten und Veranstaltungen kultureller und sportlicher Art für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren.

Darum zielen wir darauf ab, dass das Amt für Kultur- und Sportmanagement gemeinsam mit Kooperationspartnern in dieser Sparte aktiv wird und mindestens zwei Veranstaltung pro Monat für diese Zielgruppe ausrichtet.

Von städtischer Seite aus sollen für diese Veranstaltungen finanzielle Mittel sowie Räumlichkeiten bereitgestellt werden. Zudem soll für die Teilnehmer*innen kein Kostenbeitrag entstehen, sodass potenziell alle Interessierten auf Basis der Teilnahmekapazität teilnehmen können.

 

Als konkretes Beispiel einer Veranstaltung nach unserer Vorstellung, ist die Veranstaltung „Folienrausch“ zu nennen. Eine Art PowerPoint-Karaoke, welches 2017 mehrmals als Zusammenarbeit vom städtischen Amt für Kultur- und Sportmanagement und der hessischen Film- und Medienakademie in der „afip“ stattfand.

PowerPoint-Karaoke, Comedy Abend, Workshops, Sportturniere für Jedermann, Konzerte von Jugendbands, Poetry Slams oder generell Open mic- Veranstaltungen sind konkrete Ideen, die das Freizeitprogramm von jungen Menschen in Offenbach bereichern können.

 

Bei Unterhaltungsveranstaltungen (Comedy, HipHop, Poetry Slam und Weitere) kann gerade jungen Künstler*innen aus Stadt und Kreis Offenbach die Chance gegeben werden, erste Bühnenerfahrungen vor einem jungen Publikum zu sammeln.

Durch das Engagieren von Workshopleiter*innen verschiedenster Sparten kann ein breites Spektrum von Interessen junger Mensch abgedeckt werden (z.B. ein Kurs im Zeichnen von Mangas oder ein Kurs im Mixen alkoholfreier Cocktails).

Sportturniere für Hobbyspieler*innen fördern den Breitensport und bieten den austragenden Vereinen die Chance, für eine Mitgliedschaft in ihren Reihen zu werben.

 

Ein vielfältiges Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene fördert eine gemeinschaftliche Offenbacher Jugendkultur und stärkt zugleich das Offenbacher Identitätsgefühl der jungen Menschen.

 

Jugendcafé:

Die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm bedient seit über 17 Jahren die Bedürfnisse der jungen Offenbacher*innen. Doch wohin mit den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen?

Unserer Auffassung nach muss es in Offenbach einen Ort geben, der es Jugendlichen erlaubt, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, zu kommunizieren, zu spielen, zu lernen und gemeinsam Spaß zu haben.

Das Jugendcafé soll eine kleine Bühne haben, damit junge Bands hier Platz finden, ihre Musik einem jungen Publikum zu präsentieren. Ein Lernraum soll Schüler*innen und Student*innen die Chance bieten zu lernen bzw. Präsentationen vorzubereiten. Des Weiteren sollen sich Snacks und Getränke, die im Jugendcafé verkauft werden, durch jugendfreundliche Preise auszeichnen.

Der Jugendcafébetrieb sollte nicht im Rahmen einer pädagogischen Betreuung erfolgen, sondern frei von jeder Art von erzieherischen Maßnahmen. Die jungen Menschen sollen ein Gefühl der Freiheit verspüren und sich frei entfalten können.

Wir schlagen vor, dass das Jugendcafé seinen Platz in einer in der Innenstadt zentral gelegenen städtischen Immobilie findet. Weiterhin sollte das Jugendcafé von einem Trägerverein als Non-Profit-Organisation betrieben und von städtischer Seite aus unterstützt werden.

Sollte sich kein Trägerverein finden, erklären wir uns bereit, der Offenbacher Jugend mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um eben diesen Trägerverein zu gründen.

Der Verein könnte des Weiteren Student*innen als geringfügig Beschäftigte anstellen, um Studentenjobs zu schaffen und den jungen Geist der Gäste auch im Verwaltungsteam widerzuspiegeln.

 

Offenbach international:

Als Wählervereinigung stehen wir zu 100% hinter Offenbachs kultureller Vielfalt. In einer Stadt mit Einwohner*Innen aus über 160 verschiedenen Nationen ist kein Platz für Rassismus. Veranstaltungen wie die „interkulturelle Woche“ und das Mainuferfest führen uns das Besondere der Vielfalt unserer Stadtgesellschaft immer wieder praktisch vor Augen. Für uns gilt es zudem, über den Tellerrand unserer Stadt hinauszuschauen und die Beziehungen zu unseren Partnerstädten zu intensivieren.

 

In den vergangenen Jahren konnte sich unser Stadtverordneter Dominik, durch seine Teilnahme an mehreren Meetings unseres europäischen Partnerstädterings, aktiv in den Austausch mit unseren Partnerstädten Esch-sur-Alzette (Luxemburg), Mödling (Österreich), Puteaux (Frankreich) und Velletri (Italien) einbringen. In Bezug auf die zukünftige Kontaktpflege zu unseren Schwesterstädten haben wir folgende Ideen:

 

Bürgerfeste mit Partnerstädten:

Eine Städtepartnerschaft zu unterhalten, bedeutet für uns eine aktive Beziehung zu einer Partnerstadt zu pflegen. Reine Rathausbesuche tragen nicht zur Völkerverständigung bei. Wir fordern aktive Bürgerfeste mit Delegationen aus Partnerstädten (man könnte z.B. jeweils eine Delegation einer Partnerstadt alle 2 Jahre zum Lichter- oder Mainuferfest einladen und diese zum Austausch mit den Offenbacher Bürger*innen in das Festprogramm integrieren) und eine Intensivierung von wirtschaftlichen, politischen und ehrenamtlichen Foren.

 

Jugendaustausche fördern:

In den vergangenen Jahren gab es im Jugendbereich unter anderem Schüleraustausche mit unseren Partnerstädten, sportliche Aufeinandertreffen z.B. im Schach und Tischtennis und zudem Treffen politisch bzw. gesellschaftlich engagierter junger Menschen aus dem europäischen Partnerstädtering. Wir möchten diese Treffen in Zukunft weiter unterstützen. Ziel muss es sein, einen Gastfamilienpool auf Offenbacher Seite aufzubauen und letztlich durch Begegnungen mit den Partnerstädten, Freundschaften entstehen zu lassen, die unsere Städte weiter verbinden und über offizielle Austausche hinausgehen.

 

Gastelternpool etablieren:

Um internationale Jugendbegegnungen zu ermöglichen, braucht es Übernachtungsmöglichkeiten. Von städtischer Seite aus wollen wir einen Gastelternpool anlegen, um Jugendbegegnungen in unserem Offenbach zu ermöglichen und gerade auch durch das Gastgeber-Element interkulturellen Austausch im Privaten zu fördern und den Grundstein für enge Freundschaften legen, die über Städtepartnerschaftsevents hinausgehen.

 

Jugendgästehaus:

Seit der Schließung des Jugendgästehauses auf der Rosenhöhe fehlt es in unserer Stadt an einer Herberge für junge Leute. Wir wollen uns aktiv für die Ansiedelung eines neuen Jugendgästehauses einsetzen, um nationale, aber auch internationale Jugendtreffen in unserer multikulturellen Stadt zu ermöglichen.

 

Partizipation:

Kinder- und Jugendparlament:

Ein Teilbereich der Kinderrechte wird unter dem Begriff „Partizipation“ geführt. Das Kinder- und Jugendparlament (KJP) ermöglicht jungen Offenbacher*innen eben diese politische Teilhabe und stellt für uns ein Flaggschiff außerschulischer Jugendarbeit dar. In ihrer Funktion als Delegierte des Kinder- und Jugendparlaments lernen Offenbacher Kinder und Jugendliche den kommunalpolitischen Entscheidungsapparat kennen und werden bereits in jungen Jahren für politisches bzw. gesellschaftliches Engagement begeistert.

Es ist klasse zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich im Kinder- und Jugendparlament für ihre Heimatstadt Offenbach einsetzen.

Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Schulform und Religion im Kinder- und Jugendparlament kann sich jede*r Offenbacher Schüler*in engagieren.

Wir wollen die Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments weiter publik machen und unterstützen.

Deshalb wurde im Dezember 2020 auf unsere Initiative hin per Parlamentsbeschluss das Budget des Kinder- und Jugendparlaments von 5.800 Euro auf 12.600 Euro mehr als verdoppelt und somit dem Budget des Seniorenrats angepasst.

Um den politischen Aktionsradius des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments zu erweitern, fordern wir für das KJP ein direktes Antragsrecht in die Stadtverordnetenversammlung, wie es dem Ausländerbeirat seit Neuestem per Landtagsbeschluss zusteht. Ebenfalls denkbar wäre es, den jungen Delegierten einmal im Jahr die Chance einzuräumen über ihre Arbeit in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zu berichten (so wird es in Marburg gehandhabt) oder dass ein KJP-Delegierter als permanenter Vertreter an der Stadtverordnetenversammlung teilnimmt und zu kinder- und jugendspezifischen Themen 5 Minuten Redezeit erhält (analog zu Wiesbadens Jugendparlament).

 

Stadtschüler*innenrat:

Mit dem Stadtschüler*innenrat wollen wir gemeinsam eruieren, inwieweit sie mit ihrem Budget auskommen und ob sie in Zukunft Projekte planen, die ein höheres Budget erforderlich machen. Neben der Budgetfrage muss geklärt werden, inwieweit der SSR seine Mitsprache in Schulkonferenzen als ausreichend ansieht oder ob diese im Hinblick auf die Schulkonferenzen und auch auf die städtische Schulkommission einer Stärkung bedarf.

 

Mentoringprogramm für politisch interessierte Jugendliche:

Wir werden uns für ein jährliches Mentoringprogramm für politisch interessierte Jugendliche ab 16 Jahren stark machen. Unter Betreuung des Stadtverordnetenbüros und Mentees aus den Fraktionen soll Jugendlichen über einen Zeitraum von 6 Monaten die Chance gegeben werden, einzelnen Stadtverordneten in ihrem Ehrenamt über die Schulter zu schauen und einen Einblick in den Ablauf kommunalpolitischer Entscheidungsprozesse zu erhalten.

 

 

Sport & Freizeit:

Freiluftfitnesspark:

Mitte 2015 stellte das Kinder- und Jugendparlament einen Antrag auf Prüfung von potenziellen Flächen für einen Freiluftfitnesspark. Da lange nichts geschah, stellte unser Stadtverordneter Dominik am 01.11.2016 eine Magistratsanfrage, um der Sache Nachdruck zu verleihen. In der Folge präsentierte der Magistrat 4 potenzielle Flächen für einen Freiluftfitnesspark. Wir sprechen uns für einen Freiluftfitnesspark rund um den Schultheisweiher aus (Flächenpotenzial laut Magistrat 5.000 m²). Gerade jetzt in der Pandemiezeit muss es der Stadt ein Anliegen sein Outdoorsportmöglichkeiten zu schaffen.

 

Dezentrale Jugendspots:

Für Kinder hat die Stadt einiges zu bieten. Blickt man jedoch auf die Altersgruppe ab 14 Jahren, fällt das Fazit deutlich schmäler aus. Deshalb fordern wir dezentrale Jugendspots, d.h. Plätze in den verschiedenen Stadtteilen, an denen sich Jugendliche mit ihrem Freundeskreis treffen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. Am Wetterpark könnten es beispielsweise mehr Sitzgelegenheiten mit Lichtelementen sein, andernorts bereitgestellte Wände, die zum Graffiti sprayen einladen.

03

(Junge) 

Erwachsenene

erwachsen

wohnen

wirtschaftsstandort

umwelt

ehrenamt

mobilität

kreativstandort

 

Nach dem Abschluss der Schule folgt der Übergang zum Erwachsenendasein. Was braucht es nun? Grundsätzlich erst mal eine bezahlbare Bleibe für all die jungen Menschen, die im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums nach Unabhängigkeit vom Elternhaus streben. Später braucht es den Wirtschaftsstandort Offenbach, der den ausgebildeten Fachkräften attraktive Jobs bietet und schließlich ein Offenbach, das sich dem Kampf gegen den Klimawandel annimmt und nachhaltige Maßnahmen für ein lebenswertes Offenbach von morgen umsetzt.

 

Wohnen in Offenbach:

„Wir können nachvollziehen, dass die Stadtverantwortlichen mit teuren und attraktiven Wohnkomplexen bzw. -vierteln eine kaufkräftige Klientel nach Offenbach lotsen möchten und auf Mehreinnahmen im Bereich der Einkommenssteuer hoffen. Dies darf allerdings nicht auf Kosten von Offenbacher Bürgern geschehen. Es darf nicht darum gehen, Offenbach zu vergolden. Vielmehr muss dafür gesorgt werden, dass alle Offenbacher ein für sie bezahlbares Dach über dem Kopf haben und behalten. Dementsprechend muss von Seiten der Kommunalpolitiker alles ihnen Mögliche getan werden, um die Mieten in Offenbach nicht in die Höhe schießen zu lassen.

Den aus dem Boden sprießenden Luxuswohnungen muss langsam Einhalt geboten werden. Es muss vielmehr im Interesse der Stadt liegen sozialen Wohnungsbau zu fördern. Der Durchschnittsoffenbacher ist kein reicher Sportwagenfahrer, sondern ein hart arbeitender Erwerbstätiger.“ (Auszug aus unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2016)

 

Was hat sich seit der Kommunalwahl 2016 getan? Die Mieten in Offenbach steigen an! Eben gerade auch durch die Erhöhung der Grundsteuer B.

Basierend auf unserem Wahlprogramm von 2016 und Gesprächen mit Offenbacher Bürger*innen stimmte unser Stadtverordneter Dominik Imeraj gegen die Grundsteuererhöhung. Zentrale Aussage seiner damaligen Rede im Parlament war, dass Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf dem Weg zur ausgebildeten Fachkraft Offenbach ihr Zuhause nennen möchten, die Chance dazu erhalten bleiben muss. Und man ihnen den Verbleib in Offenbach nicht durch einen Anstieg der Mietkosten verwehren sollte. Dasselbe gilt im Fall von Senior*innen, die womöglich ihr ganzes Leben hier gelebt haben und sich durch den Anstieg der Grundsteuer ggf. ihr vertrautes Zuhause nicht mehr leisten können.

Mit dem Blick in Onlineforen zum Thema Grundsteuererhöhung fällt uns vor allen Dingen auf, dass eine Vielzahl an Offenbacher*innen nicht daran glaubt, dass die getätigte Erhöhung der Grundsteuer im Falle einer Verbesserung der Haushaltslage wieder nach unten korrigiert wird. Im Vorfeld der Kommunalwahl erfolgte im Dezember 2020 eine Herabsenkung der Grundsteuer B um 100 Punkte. In der momentanen Pandemie-Zeit und der teils wegbrechenden Gewerbesteuer ist schwer an eine Verbesserung der Haushaltslage zu denken, doch sollte es zu eben dieser kommen, verpflichten wir uns, uns für eine weitere Senkung der Grundsteuer einzusetzen.

Um dem Motto des von Koalition und SPD gefeierten Masterplans „Wohnen und Wirtschaft gehen Hand in Hand“ gerecht zu werden, muss es letztlich Ziel sein, durch die Senkung der Grundsteuer B zu einer finanziellen Entlastung der Offenbacher Bürger zu kommen, durch deren steigende Kaufkraft letztlich die Offenbacher Wirtschaft wieder profitiert.

 

Bei Bauprojekten von privaten Investoren sind für uns die in den wohnungspolitischen Leitlinien definierten 30% geförderter Wohnbau ein feststehender Faktor, bei dem für uns keine Verhandlungsbereitschaft besteht. Wir werden uns für mehr studentisches Wohnen stark machen, das sich Student*innen auch mit einem Werkstudentenjob leisten können.

Ebenfalls werden wir uns für Milieuschutzsatzungen als Instrument gegen Gentrifizierung gerade in den Stadtgebieten einsetzen, rund um die gerade Aufwertungsarbeiten in Form von Neubaugebieten geschehen und deren Sozialstruktur ein hohes Verdrängungspotenzial aufweist. Denn uns geht es gerade darum, dass alle Offenbacher*innen in ihren vertrauten „vier Wänden“ wohnen bleiben können und nicht von einem „Aufwertungsdrang“ vertrieben werden.

 

Finanzen:

Klinikfiasko 2013 mit der verbundenen Übernahme der immensen Altschulden des Stadtkrankenhauses, Prestigeprojekte wie das Besucherzentrum am Wetterpark, ein halbgarer Marktplatzausbau, Gesetze von Landes- und Bundesebene, für die die Kommune aufkommen muss, die Schaffung von nicht notwendigen Gremien und Stellen („Stabsstelle Sauberes Offenbach“, Gestaltungsbeirat, Expertenrat Wirtschaftsförderung) und eine in der Pandemiezeit hinzukommende ansteigende Arbeitslosenquote.

Was lässt sich dem Entgegensetzen? Die Zusagen, dass wir Prestigeprojekten, wie etwa den Plänen den historischen Altstadtkern wieder aufleben zu lassen, ohne umfangreiche Fördermittel ablehnen werden und dass wir Einsparpotenziale lokalisieren und nutzen werden. Es gilt zu evaluieren, wie viele kostspielige Leistungen in der Vergangenheit an externe Unternehmen vergeben wurden, welche zur selben Zeit auch durch städtisches Personal hätten geleistet werden können.

Unser Augenmerk in Sachen Investitionen wird sich auf die Entwicklung und den Verbleib der Fachkräfte von morgen konzentrieren, d.h. Bildung und Teilhabe für alle von Geburt an, eine gemeinschaftliche Jugendkultur, die Niemanden zurücklässt, Offenbach als bezahlbarer Wohnstandort, der auf Basis einer guten Infrastruktur in Sachen Wirtschaftsstandort attraktive Jobs bietet und schließlich ein Offenbach, das sich dem Kampf gegen den Klimawandel annimmt und nachhaltige Maßnahmen für eine lebenswerte Stadt von morgen umsetzt.

 

Wirtschaft und Einzelhandel:

Eines der spannendsten Projekte (gerade auch in Sachen Gewerbesteuereinnahmen) der kommenden Jahre/Jahrzehnte wird sicherlich die Entwicklung des 36 Hektar großen ehemaligen Allessa-Geländes als Gewerbegebiet sein. Dafür und auch für das Kaiserleigebiet braucht es in Zukunft eine breit aufgestellte Wirtschaftsförderung, die das wichtige Bindeglied zwischen Stadt und Investoren bildet und auch Offenbachs Start-Ups zwecks Existenzgründung eine Hilfe darstellt.

 

Um den Einzelhandel im Innenstadtgebiet wieder anzukurbeln, bedarf es grundlegend an Aufenthaltsqualität in Form von Sitzmöglichkeiten verschiedenster Art, farbenfrohen Fassaden und Gehwegen und mehr Stadtgrün. Darüber hinaus gilt es für die Stadt

Kaufanreize zu setzen, wie es das im Herbst 2020 vom Stadtparlament verabschiedete Konjunktur- und Hilfspaket in Form des Gutscheinsystems vorsieht. Feste, die zum Verweilen in die Innenstadt einladen, begrüßen wir, solange der Einzelhandel bei der Festgestaltung konzeptionell mit „ins Boot“ geholt wird und die Feste keine „happenings“ beinhalten, die die Stadt über 100.000 Euro kosten.

 

Kultur:

Kostenloses Lichterfest:

Das Lichterfest muss jedem Offenbacher offenstehen, egal, ob arm oder reich. Wir können den Aspekt der Begrenzung der Besucherzahl aus Sicherheitsgründen nachvollziehen, jedoch lassen sich kostenpflichtige Eintrittskarten mühelos durch kostenlose Zählkarten ersetzen. So wäre garantiert, dass jeder interessierte Offenbacher die Chance hat, am Lichterfest teilzunehmen.

 

Kulturelle Zwischennutzung von Leerständen:

Es muss im Interesse der Stadt liegen, Kulturschaffenden und kreativen Köpfen in unserer Stadt bezahlbare Flächen zu bieten, selbst wenn diese auch nur temporär verfügbar sein sollten. Beispiele für Projekte der Vergangenheit und der Gegenwart bilden das Multiversum, das Upper City Center, die Afip und die Zollamtstudios. Der Aufwertungsdrang, der die Stadt heimsucht, darf der Kultur nicht die Existenzgrundlage entziehen. Die pure Existenz gilt es, von städtischer Seite aus viel mehr zu fördern. Der Hauptbahnhof, sowie der Bieberer Bahnhof könnten beispielsweise zwei interessante Locations diesbezüglich darstellen, insofern die Stadt erfolgreiche Gespräche mit den Eigentümern führt.

 

 

 

Bürgerbeteiligung und politische Transparenz:

Für uns besteht Bürgerbeteiligung gerade darin, einer möglichst großen Menge an Interessierten die Chance zu geben, zu partizipieren. Im Rahmen des Masterplanentstehungsprozesses war das für uns nicht der Fall. Noch nicht mal Stadtverordneten war der Besuch der späteren Masterplanbeiratssitzungen gestattet. Mit den „Leitlinien zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern“ hat sich die Stadt 2020 eigene Vorgaben zur Einbindung von Bürger*innen gesetzt. Wir sind gespannt auf deren Umsetzung und werden mit Anträgen zur Stelle sein, wenn wir die Möglichkeit oder gar die Notwendigkeit sehen, dass Bürger*innen auf jeden Fall in einen Prozess involviert werden müssen.

  

Videoaufnahmen des öffentlichen Teils der Stadtverordnetenversammlung:

Für Berufstätige, die Interesse an der Kommunalpolitik hegen, ist 17 Uhr keine realistische Zeit die Zuschauerränge der Stadtverordnetenversammlung zu füllen.

Allen Offenbacher*innen sollte es möglich sein, über Zeitungsartikel hinaus, erfahren zu können, welcher Stadtverordnete welchen Wortlaut von sich gegeben hat. Auch Abstimmungsverhalten sollten öffentlich bekannt gemacht werden.

Deshalb sprechen wir uns dafür aus, die Stadtverordnetenversammlung auf Video aufzuzeichnen und die Videoaufnahme in der Woche nach der Stadtverordnetenversammlung auf offenbach.de mit Sprungmarken zu den einzelnen Antragsthemen versehen, zu veröffentlichen.

 

Ehrenamt:

Ehrenamtsforum:

Wir freuen uns, dass es in Offenbach eine tolle Vereinslandschaft gibt, die sich Jahr für Jahr auf dem gut besuchten, Mainuferfest präsentiert. Ohne das Ehrenamt wäre ein Vereinsleben unmöglich. Ehrenamtlich Engagierte tragen einen Großteil zu einer funktionierenden Gesellschaft bei.

Uns ist es ein Anliegen, den Dialog innerhalb der Offenbacher Vereinslandschaft weiter zu beleben. Im Rahmen jährlicher Ehrenamtsforen sollten sich Vereine einander präsentieren und miteinander in Kontakt treten. Dies würde zur engeren Vernetzung Offenbachs Ehrenamtlicher beitragen und das Gelingen bzw. das Realisieren von gemeinschaftlichen Projekten verschiedenster Art fördern bzw. überhaupt erst ermöglichen.

 

Vereinsförderung:

Offenbach lebt vom Engagement seiner Vereine. Für uns ist es glasklar, dass Offenbachs Vereine auch in Zukunft von städtischer Seite aus gefördert werden müssen.

 

Sport:

Um sportlich aktiv zu sein, braucht es grundlegender Infrastruktur. Seit 2019 ist ein Sportstättenentwicklungsplan in der Mache. Wir legen unser Augenmerk diesbezüglich darauf, dass alle in Offenbach betriebenen Sportarten gleichermaßen profitieren und niemand in Sachen Trainingszeiten zurückstecken muss oder gezwungen ist, sich auf dunklen Nebenplätzen warm zu machen. In diesem Zuge sehen wir gerade die Entwicklung des Sportplatzes an der Brandsbornstraße als erstrebenswert an.

 

Umwelt und Mobilität:

Im Dezember 2020 hat die Stadtverordnetenversammlung das „Klimakonzept 2035“ beschlossen. Das Konzept ist praktisch ein Maßnahmenkatalog, der darauf abzielt, die pro-Kopf-Emissionen der Treibhausgase auf 1 Tonne CO2eq pro Offenbacher Einwohner*in bis 2050 zu senken (Zwischenziel bis 2035 sind 4 Tonnen CO2eq pro Einwohner*in und derzeitiger Stand sind 6,9 Tonnen).

 

Eine lebenswerte Stadt zeichnet sich für uns durch nachhaltiges Handeln aus, d.h. grundlegend muss die Stadt(-verwaltung) inklusive Stadtkonzern mit gutem Beispiel vorangehen und in den 20er Jahren bereits erste Wege Richtung Klimaneutralität nehmen. Im Hinblick auf die Stadtgesellschaft sehen wir die Stadt vor allem in der Pflicht, für ihre Bewohner*innen ein sicheres Radverkehrsnetz zu gewährleisten und im Rahmen des Freiraumentwicklungsprogramms fußläufige „grüne Oasen“ zu bieten, die zum Entspannen einladen.

 

Neben dem Radverkehr gilt es den ÖPNV attraktiv zu gestalten, d.h. kurz-frequentierte Taktung und auch die Etablierung eines Nachtbusses, der Freitag- und Samstagnacht zumindest die 101er Linie im halbstündigen Takt bis zur normalen Betriebsaufnahme um kurz nach 4 Uhr abdeckt. Um in Zukunft mehr Autofahrer*innen zum Umstieg auf den ÖPNV zu überzeugen, muss es langfristig Ziel der Stadt sein, einen kostenlosen Nahverkehr im Stadtgebiet anzubieten.

04

Familie

zusammenwachsen

wohnen

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Familienfreundliches Wohnen:

Neubaugebiete mit Grünanlagen sollten nur unter der Voraussetzung von familienfreundlichem Wohnen von städtischer Seite aus genehmigt werden. Unter familienfreundlichem Wohnen stellen wir uns vor, dass Grünanlagen Spielgeräte, eine Möglichkeit zu grillen und die Möglichkeit Fußball zu spielen, bieten.

 

Spielplätze:

Wir stehen für hoch frequentiert gereinigte Offenbacher Spielplätze ein. Offenbacher Eltern sollten ihre Kinder unbesorgt auf Spielplätzen toben lassen können. Ein häufiges Bild sind jedoch überquellende Mülleimer, Glasscherben, Zigarettenstummel und vor allem aufgestellte Rattenfallen rund um Spielplätze, die das Müllproblem verdeutlichen. Weiterhin gilt es, defekte Spielgeräte zeitnah zu ersetzen bzw. zu reparieren, Spielplätze in schlechtem Zustand sind zu modernisieren oder dort wo der Spielplatzrahmenplan noch keine Spielplätze zählt, ebendiese zu schaffen.

 

Inklusion:

In den kommenden Jahren muss es Ziel sein, die Maßnahmen des Aktionsplans Inklusion zu realisieren. In puncto Schule klärt der städtische Inklusionsbericht 2019 auf, dass bei Schulbausanierungen und Neubauten auf Barrierefreiheit geachtet wurde. Für uns gilt es gerade auch in Sachen der Gestaltung der Klassenräume darauf zu achten, dass Schüler*innen mit Handicap ein adäquater Lernplatz geboten wird.

Barrierefreiheit gilt es für uns darüber hinaus auch an Stellen im öffentlichen Raum herzustellen, die diese noch nicht bieten. Wir sehen es zudem in der städtischen Verantwortung, mehr barrierefreies Wohnen im städtischen Bestand anzubieten. In Bezug auf Kinder und Jugendliche sprechen wir uns für Spielplätze mit inklusivem Charakter aus.

 

Hundefreundlichkeit:

Nachdem die Koalition die Anleinpflicht im Stadtwald per Parlamentsbeschluss beschlossen hat, sehen wir die Errichtung von eingezäunten Hundewiesen als Ausgleich als notwendig an, damit Hunde im Stadtgebiet weiterhin ausreichend Flächen zum Austoben geboten wird. Des Weiteren sehen wir den Mangel an Hundekotbeutelspendern in Kombination mit Mülleimern als verbesserungsbedürftig an.

 

Fluglärm:

Der Shutdown 2020 und der damit verbundene stark reduzierte Flugverkehr haben uns gezeigt, wie sehr der Fluglärm für uns zum Alltag geworden ist. Wir fordern deshalb ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, Lärmobergrenzen, damit die kommenden Generationen Offenbachs nicht noch mehr Fluglärm ertragen müssen, sowie die Errichtung von Ultrafeinstaubmessanlagen.

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Senior*innen

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sozialeteilhabe

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Im Rahmen der Fortschreibung des kommunalen Altenplans nahm unser Stadtverordneter Dominik Imeraj 2017 an der dazugehörigen Konferenz teil. Im Rahmen der Konferenz nahm Dominik am Entwicklungsbereich „Soziale Teilhabe – offene Seniorenarbeit“ teil und formulierte die Antragsvorlage seiner Gruppe bezüglich der Errichtung einer Koordinierungsstelle für die offene Seniorenarbeit aus. 2018 wurde die Koordinierungsstelle vom Stadtparlament beschlossen und fing ihre Tätigkeit ab Ende 2019 an. Neben dieser Beratungsstelle für Senior*innen und dem damit verbundenen Thema der sozialen Teilhabe sehen wir in diesem Lebensabschnitt die Themengebiete Aufenthaltsqualität, Bildung und Wohnen als wichtig an.

 

Aufenthaltsqualität:

Um Senior*innen zum Verweilen in der Innenstadt, rund um den Wetterpark oder in den Mainauen einzuladen, bedarf es dort an weiteren Sitzgelegenheiten.

Auch die Zahl öffentlich zugänglicher Toiletten sollte im Innenstadtgebiet, rund um Parkanlagen und dem Hafenviertel erhöht werden.

 

Lebenslanges Lernen:

Nachdem die Volkshochschule im Jahr 2019 ihren 100. Geburtstag feierte, wollen wir die VHS unterstützen, auch in Zukunft ein breites Angebotsspektrum für die vielfältige Offenbacher Stadtgesellschaft anzubieten.

Mit Fokus auf das Zeitalter der Digitalisierung wären z.B. E-Sports für die junge Zielgruppe und die generelle Nutzung digitaler Endgeräte für die ältere Generation, Angebote, die eine Dauerkarte im Angebotskatalog der VHS besitzen sollten. Wünschenswert sind auch generationenübergreifende Workshops, die Jung und Alt z.B. über den Austausch der Sichtweise auf das damalige und das heutige Offenbach im Rahmen einer Geschichtswerkstatt zu einem Generationentalk einladen.

 

Mehrgenerationenhäuser:

Wir wünschen uns nicht nur die Interaktion von verschiedenen Generationen im Rahmen von Workshops, sondern auch im Bereich des Wohnens. Wir werden uns für die Entstehung weiterer Mehrgenerationenhäuser und alternativer Wohnformen einsetzen, sodass unser Offenbach Jung und Alt ein gemeinsames Zuhause bietet. Jetzt und in Zukunft: Mit Offenbach wachsen!

 

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Deine Stimme zählt

Am 14.03.2021 ist Kommunalwahl. Unterstütze uns mit Deinem Listenkreuz.

Junges Offenbach e.V.

Liste 10